Samstag, 14.05.1988

BLUESFEST LEV '88

Im Forum Leverkusen

Beginn 16.00 Uhr
Eintritt 15,-- DM


16.00 Uhr

Jan Harrington & Dusty Broom Bluesband
18.00 Uhr Tom Principato's Powerhouse
20.00 Uhr Alvin Lee and Rocking Chair
22.00 Uhr Lonnie Brooks Bayou Blues Gang

Jan Harrington & Dusty Broom Bluesband

Jan Harrington:
„That girl is a one-woman-show!" - Diese begeisterte Feststellung über Jan Harrington traf niemand anders als der berühmte Jazzmusiker Lionel Hampton, nachdem Jan Harrington in einer Show im Hilton Hotel in San Franzisco als Gaststar der Lionel Hampton Bigband aufgetreten war. Den ersten Kontakt mit der Musik hatte Jan Harrington - wie andere berühmte farbige Sängerinnen - schon als Kind, als sie Gospels und Spirituals im Chor einer Baptisten-Kirche sang.
Im Jahre 1973 war Jan Harrington als Gaststar mit dem berühmten Stück „Norman, Is that You" in Amerika auf Tour, zusammen mit dem Showstar Billy Daniels. Kurz danach wurde sie Mitglied des Ensembles, das mit der Rock-Oper „Two Gentleman of Verona" auf Tour ging.
Ihre Popularität wuchs weiter, und bald war Jan in der Fernsehshow „Catch a Rising Star" mit Frank Sinatra Jr. Er ist nicht der einzige große Star, mit dem Jan Harrington aufgetreten ist - die Liste umfaßt auch Joan Armatrading, Jose Feliciano, Sonny & Cher, Eartha Kitt, nur um einige Namen zu nennen. Seit Jan 1980 Europäerin geworden ist, hat sie Hauptrollen in drei Musicals gespielt, von denen der größte Erfolg „Ain't Misbehavin" in Stockholm im Jahre 1980 war. Sie war außerdem Gaststar in vielen berühmten europäischen Jazzclubs und auf mehreren Jazzfestivals, so auf dem Nordsee-Festival in Den Haag und dem Jazz und Blues Festival in Stockholm. Ein besonderes Erlebnis war es für Jan Harrington, daß sie auf besonderen Wunsch für Bischof Desmond Tutu singen durfte, als diesem in Oslo der Friedensnobelpreis überreicht wurde. Daneben hat sie noch die Zeit gefunden, im Studio zwei swingende und mitreißende Langspielplatten aufzunehmen: „Rockin' the Blues" und „Soularium".

Dusty Broom Bluesband:
Dr. Harp - harp, voc
F. Pottel - git
J. Orzelski - bass
J. Rohloff - drums

Die Dusty Broom Blues Band ist die Blues Band aus Duisburg, der Stahlstadt am Niederrhein. Sie spielt Blues, wie man ihn in Chicago, der Stahlstadt am Lake Michigan, spielt.
Die Dusty Broom Blues Band, seit 1979 auf der Szene, damals eine Amateurband, heute eine „touring band" mit Auftritten in Deutschland, Benelux, Österreich und der Schweiz und häufig als Begleitband unterwegs für die "Originale", wie z. B. Katie Webster, Eddie C. Campbell, Jan Harrington und immer wieder Louisiana Red.
In Clubs und Kneipen ist die Band ebenso zu sehen wie auf Festivals - sei es nun Balve, Gaildorf, Ascona, dem Kölner Blues- und Boogie, dem Jazz-Light Lünen.
So gewann sie einen Schatz an Erfahrungen, durch den die Band einen eigenen Sound entwickelt hat und nie nach einer Kopie klingt.
Die Basis liegt in Chicago, Blues, Boogie, Jumps, Rock'n' Roll, ein Schuß Soul und Jazz und Einflüsse von Muddy Waters, Elmore James, Bobby Bland, King Curtis bis hin zu Albert Collins prägen die Musik. Hinzu kommt eine Bühnenshow, die nie Langeweile aufkommen läßt.


Tom Principato's Powerhouse
Tom Principato - g, voc
Steve Wolf - b, voc
Clark Matthews - dr, voc

Tom Principato's Trio Powerhouse kommt von der Ostküste der Vereinigten Staaten. Als sich die erste Powerhouse Band, die aus Musikern aus Boston und Washington D. C. bestand, 1978 auflöste, schloß sich Tom Principato der Blueslegende Sunnyland Slim an und wurde Lead-gitarrist der Billy Price Band.
Im letzten Jahr gründete er mit dem Bassisten Steve Wolf und dem Drummer Clark Matthews ein neues Trio, das mit dem R & B-Album „Smokin"' großen Erfolg hatte.
Auf „Smokin"' verbindet das Trio Rhythm & Blues mit Rock- und Jazzelementen und mischte so eine dynamische, bluesorientierte Musik, die viele begeisterte Fans gefunden hat.
Die Washington Post schrieb: „Tom Principato erinnert an Eric Clapton und B. B. King zugleich. Der Auftritt des Trios im „Roxy" war ein Superhit!"


Alvin Lee and Rocking Chair
Alvin Lee - g, voc
Alan Michael Young - dr
Stephen Burt Gould - bg

Alvin Lee ist vielen Rockfans sicherlich ein Begriff! Als Leader der weltbekannten Gruppe „Ten Years After" hat er bereits manche Seite der Rockgeschichte geschrieben, und sein Beitrag zu dem nun schon legendären Woodstockkonzert wird in bleibender Erinnerung vieler Rockfans sein. Viele sogenannte Hardrockgruppen wirken wie lahme Enten, wenn man sich der Konzerte der „Ten Years After" erinnert. Bereits damals spielte Blues- und Soundfeeling eine wichtige Rolle in dieser Rockband und Sessions mit bekannten Bluesinterpreten waren keine Seltenheit. So wie John Mayell und Eric Clapton sich dem Blues verpflichtet fühlten und fühlen, so brachte auch Alvin Lee viel Blues- und Soulfeeling in seine Top-Band ein.
Diese Tendenz hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, und nachdem es einige Jahre um Alvin Lee etwas ruhiger geworden war. ist er nun wieder mit einer rockigen Bluesgruppe on stage. Alvin Lee und seine Band waren immer eine besondere Attraktion. Nun ist er in diesem Jahr mit seiner neuen Truppe in Leverkusen beim Bluesfest. Sicherlich ein Höhepunkt des diesjährigen Festes!


Lonnie Brooks Bayou Blues Gang
Lonnie Brooks - g, voc
Tom Giblin - keyb., ep, organ
Osee Anderson - g
Ronnie Baker - g
GUS Taylor - bg
Jim Schutte - dr

Lonnie Brooks mischt Swamp-Rock aus Louisiana mit machtvollem Soulfeeling und dem rauhen, agressiven Blues aus Chicago.
Er wurde in Dubuisson in Louisiana geboren. Erst mit etwa zwanzig Jahren entdeckte er seine Liebe zur Gitarre und spielte trotzdem schon bald in der Band des legendären Clifton Chenier, dem Superstar des Cajun-Blues. 1959 ging er mit Sam Cooke auf Tour und kam so nach Chicago. Hier, in der Hochburg des Living Blues, aber war ein Vorankommen sehr schwer. Erst 1975 änderte sich dies mit einer Tour, die ihn u.a. nach Paris führte, und die dort die Realisation einer neuen LP ermöglichte.
Zurück in Chicago stellte er eine neue, junge Band zusammen und mit dieser stellte sich nun auch nach und nach der Erfolg ein.
Sein Beitrag zur Bluesanthologie „Living Chicago Blues" auf Alligator Records erregte Aufsehen, und so konnte er auf diesem Label ein Album einspielen - „Bayou Lightning", das 1980 in Montreux den „Grand Prix du Disque" erhielt.
Sein nächstes Album „Blues Deluxe", das live beim Chicagofest 1980 aufgenommen wurde, begeisterte das Publikum hellauf und wurde für den Grammy nominiert.
So wurde Lonnie Brooks bald als furioser, soulorientierter Bluesinterpret weltbekannt.
Die New York Times bezeichnete 1984 sein Album „Hot Shot" als „the scrappiest, most ferocious new blues album of the year."

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