Samstag, 04.05.1991

BLUESFEST LEV '91

Im Forum Leverkusen

Beginn 16.00 Uhr
Eintritt 20,-- DM


16.00 Uhr

Jim Kahr Group
17.30 Uhr Gil Scott Heron Band
19.00 Uhr Walter 'Wolfman' Washington and the Roadmasters
20.30 Uhr Koko Taylor Chicago Blues-Machine
22.00 Uhr Bobby Womack & Band

Jim Kahr Group
Jim Kahr - voc, g
Matz Scheid - b
Max Mury - dr

Die Peter Nonn Blues Band ist wieder einmal ein heimisches Gewächs und macht deutlich, daß es neben Peter Lorenz und Die Band noch weitere hochkarätige Bluesinterpreten in und um Leverkusen gibt.
Die Band besteht seit nun zwanzig Jahren und hat in dieser Zeit mit ihren Konzerten örtliche Bluesgeschichte geschrieben. Sie vermischt verschiedenste Bluesstile und entleiht hierzu Elemente aus allen Epochen des Blues, wobei auch der Rock keine unbedeutende Rolle spielt. Auch Anleihen aus anderen Musikformen werden mitverarbeitet. So nimmt es nicht Wunder, wenn Country Blues, Chicago Blues, neben Boogie-und Beateinflüssen stehen, ja selbst der Tango und die Avantgarde hier und da aufblitzen.
So entsteht eine ungebundene, dynamische, aber stark bluesorientierte Musik, deren Stilelemente, auch bedingt durch den unterschiedlichen musikalischen Background der einzelnen Musiker, viele Wurzeln aufweisen: Immerhin gehört Wollie Kaiser zur inzwischen weltbekannten „Kölner Saxophon Mafia", und mit Buddy Sacher steht ein Mitglied von „Ars Vitalis" und „Serious solid swinwheard" in der Band.


Gil Scott Heron and his Amnesia Express
Gil Scott Heron - vocals, keyboards
Kim Jordan - keyboards
James Vernon - flute, saxophone
Ed Brady - guitar
Ron Gordon - bass
Tony Dunkinson - perc.
Rod Yrungs - drums

Gil Scott Heron ist seit seinem Debutalbum "Small Talk" ein anspruchsvoller Geheimtip der Szene und seine Musik eine Fusion von jazz, blues, funk, soul, rap, ... Sie ist immer mit einer Story verbunden, die ihm den Spitznamen "Minister of Information" eingetragen hat.
Er selbst sagt zu seiner Arbeit: "Any thing that I feel strongly about is what motivates me to write a song. I don't just sit down and say: let me write a song". So schrieb er zum südafrikanischen Rassismus "Johannisburg", zum Atomkrieg "We almost lost Detroit", zum Drogenproblem "Angel Dust", zum Alkohol "The Bottle",... Gil Scott Heron ist nicht bequem, nie anpäßlerisch, aber immer interessant und dabei sehr funky und bluesy. Lassen wir uns überraschen!


Walter "Wolfman" Washington and the Roadmasters
Walter "Wolfman" Washington - voc, g
Craig Wroten - keyb
Tom Fitzpatrick - saxes
Laurence Robert Carter - tp
Jack Cruz - b
Wilbert "Junkyard Dog" Arnold - dr

"Wolfman", wie er wegen seines Gebisses oft genannt wird, kommt aus New Orleans, der Geburtsstadt des Blues und Jazz und ist mit seinen "Roadmasters" ein oft und beachteter Gast auf europäischen Festivals.
Auch in Leverkusen gastierte er bereits auf unserem Bluesfest. Als die Einspielungen für seine neue LP auf Virgin bekannt wurden, haben wir ihn begeistert nochmals eingeladen.
Kritiker, die Auftritte dieser neuformierten Band hörten und / oder sahen, waren begeistert:
"Schlichtweg Weltklasse" schreibt "AT" aus Aarburg; "L'Est Republicain" meint: "... Chante le blues, le blues, le blues ... Et il chante. Jazzy, bluesy, il miaule, pleure, crie, ..."; und der Boston Globe: "Washington's set was superb, as he and his guitar rode the rail from joy to despair and back again."; und "The Weekly, Seattle": "More gasoline on the fire of the contemporary blues revival ... throaty, youthful New Orleans vocals recallung the halycon days of Bobby Blue Band and Ray Charles".


Koko Taylor and her Blues Machine
Koko Taylor - voc
Eddie "King" Milton - g
James Johnson - g
James Dortch - keyb
Jerry Murphy - b
Frank Alexander - dr

Koko Taylor ist derzeit die "Queen of the Blues". Sie erhielt den Grammy und den in Blueskreisen noch höher gewerteten W. C. Handy Award gewann sie gleich mehrmals. Ihre Platten auf Alligator Records werden von der Bluesgemeinde hochgeschätzt und jede Neuveröffentlichung heiß erwartet.
Die Queen spielte schon in jungen Jahren mit vielen Stars der Bluesszene, so Muddy Waters, Buddy Guy, Howling Wolf, Junior Wells, Magic Sam, ...
Als sie 1972 ihre eigene Band in Chicago formierte, nannte sie diese "Blues Machine" und schloß 1974 einen Vertrag mit Alligator Records, dem Label, das die New YorkTimes als "the leading record lable for the Blues" ansieht.
Vier ihrer sechs Veröffentlichungen für Alligator Records wurden für den Grammy nominiert und erhielten weitere hohe Auszeichnungen.
Am 3. Mai 1990, also etwa vor einem Jahr, schrieb die Chicago Tribüne: "Taylor's is back and the blues never sounded so good."
So laßt uns das Fest mit der Queen und ihrer erstklassigen Band, der Creme de la Creme des Chicago Blues, feiern!


Bobby Womack
Bobby Womack - guitar, vocals
Alltrina Greyson - backing vocals
Elaine Gibbs - backing vocals
Tony Flores - percussion
Courtney Sappington - guitar
Dusty Hamilton - keyboards
Fernando Harkless - keyboards
Glenn Richardson - bass
Ricky Howell - backing vocals
William "Bubba" Brvant - drums

Bobby Womack's Debüt Album "Save the Children" auf Epic Records macht deutlich, daß seine Musik stark dem Blues, Gospel und Soul verhaftet ist.
Dies verwundert nicht, da Bobby Womack 1944 in Cleveland, Ohio, als Sohn eines Stahlarbeiters geboren, mit seinen vier Brüdern auf Betreiben seiner frommen Mutter bald Mitglied einer Gospel Gruppe, den "Womack Brothers" war. Durch Ihre Auftritte wurden sie bald mit dem legendären Soulman Sam Cooke bekannt, mit dem sich auch bald Plattenaufnahmen anschlössen.
Nach Sam Cooks tragischem Tod 1964 zog sich Bobby Womack etwas zurück und verlegte sich auf das Schreiben von Titeln, so für Wilson Pickett "I'm in love" und "I'm a midnight mover".
Er machte aber auch Sessions mit Ray Charles, Aretha Franklin, King Curtis, Joe Tex und Dusty Springfield.
Der Sängerin Janis Joplin, der Queen der Hippy Szene, schrieb er für ihr letztes Album "Pearl" vor ihrem Tod "Trust me". Auch die Rolling Stones übernahmen einige seiner Songs. 1971 / 72 veröffentlichte Bobby Womack seine ersten eigenen Platten "Communication" und "Understanding". Von da an siedelten seine Platten in den Top Ten der R+B-Charts, von seinem Album "The Poet II" verkauften sich über 3 Millionen Exemplare. Sicherlich ist Bobby Womack kein Bluesman, aber eine wichtige Figur der internationalen R+B-Szene, und deshalb hat er und seine phantastische Band seinen Platz in unserem Programm.

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