Einladung 15 Jahre Jazz Lev e. V.

   


25.06. bis 27.06.1993

zum Samstag

jazz it or leave it

dachten sich 1978 einige versprengte Jazzliebhaber aus Leverkusen als sie den Verein "Jazz Leverkusen e.V." gründeten.
Diesem Motto blieb der Verein die gesamten 15 Jahre treu und schaffte erstaunliches, das von nah und fern (national und international) mit Hochachtung und Bewunderung betrachtet wird - für viele sind Leverkusen und die Jazzkultur untrennbar miteinander verbunden. Die Ursachen hierfür sind sicherlich die verschiedenen Aktivitäten des Vereins durch die Jazz-puristen und Jazz-einsteiger sowie Junge und Alte in gleicher Weise angesprochen werden.

  • die donnerstäglichen Konzertveranstaltungen im geselligen Club namens topos
  • der als karnevalistische Alternative etablierte Jazz-Band-Ball
  • die kleine jazzige Schiffspartie auf dem Rhein, auch bekannt als "Riverboat Shuffle"
  • die Großprojekte "Bluesfest" und "Leverkusener Jazztage", beide in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturamt; ein Partner, der vielen Aktivitäten durch die diversen Unterstützungen das Leben einhauchte.

Das Ganze wurde und wird getragen durch den Einsatz von unermüdlich agierenden ehrenamtlichen Mitgliedern -der kreativen, konsequenten und dynamischen Fangemeinde "Jazz Lev e.V." - Welch ein Erfolg! Grund genug, die vergangenen 1 1/2 Jahrzehnte zu feiern und den zukünftigen 10 Jahren bis zum anerkannten 25jährigen Lorbeer entgegen zu streben. keep swingin', der Vorstand Jazz Lev e.V.
Wenn Jazzfreunde, egal welchen Alters und welchen Geschlechts, sich zu einem Verein zusammenfinden, sich der Gefahr der sogenannten Vereinsmeierei aussetzen, dann muß diese Interessengemeinschaft sehr individueller Menschen etwas bewirken wollen, was der Einzelperson nicht möglich ist. Das klingt zwar nach dem Wort zum Sonntag, macht bei einer Rückschau zum 15 jährigen Bestehen des "Jazz Lev" einen Sinn: Die Kampffreudigkeit der einzelnen Individuen innerhalb des Vereins hat die Gemeinschaft über die Zeit zusammenschmelzen lassen, hier bemühen sich "echte Fründe" um die grundlegenden Interessen ihres Jazzvereins: Individuelle künstlerische Gestaltung bei der Arbeit als Großveranstalter und das letzte Wort bei der Aufzucht ihrer Lieblingskinder, der Leverkusener Jazztage. Die Entwicklung der letzten Zeit hat gezeigt, daß ein Verein recht bissig um seine Rechte kämpfen kann, selbst Subventionen aufs Spiel setzt, um in Freiheit agieren zu können. Das entspricht vollkommen einer "jazzigen" Lebensart, das atmet die gleiche Luft, die der Jazz braucht, um kreativ zu sein. Wer freundschaftlichen Vereinssinn bester Prägung erleben möchte, der muß nur einen Familiendonnerstag im Vereinswohnzimmer "topos" verbringen. Dabei kann er gleichzeitig Konzerte genießen, die neben aller musikalischen Qualität und Originalität besonders eine Club-Atmosphäre vermitteln, die im weiteren Umfeld ihresgleichen sucht. Und wer die Kämpfer zum Wohle des Jazz einmal in Action sehen will, der sollte auf die ungezählten idealistischen Helfer bei den Jazztagen achten, deren Verdienste nur in einem Belange aufzuwiegen sind - nämlich in der Zugehörigkeit zum "Jazz Lev", einem Verein mit Modell-Charakter, einer einmaligen Institution zur Förderung der Jazzmusik, was gerade in der heutigen Zeit ein brisantes kulturelles Anliegen sein sollte. Für die geleistete Arbeit dankt mittlerweile eine internationale Gemeinde noch nicht organisierter Jazzfans und Jazzmusiker!

Olaf Weiden


"Jazz, das ist eine Umstrittene Sache", stellte im Nachkriegsjahr 1948 die "Kölnische Rundschau" fest, "sie erregt Wohlgefallen oder Übelkeit". Wie sich die Zeiten gleichen.
Als der Verein "Jazz Lev" vor 15 Jahren aus der Taufe gehoben wurde, da war Jazz vor allem eins: Musik. Die topos-Konzerte und die Riverboat-Shuffle, dann die Jazztage und als Ableger das Bluesfest - der kleine Club mauserte sich schnell und bewährte sich als Großveranstalter; und blieb doch immer so etwas wie ein großer Familienbetrieb. "Verein zur Förderung der Jazzmusik" - der "Jazz Lev" leistete viel für seinen Untertitel. Jazz als Verein: Da blieb nicht aus, daß es gelegentlich Gerangel gab, wer wann die erste Stimme spielte. Aber Dissonanzen und schräge Akkorde gehören zum Jazz. Wie langweilig wäre es ohne sie.
Jazz in Leverkusen: Das war gerade in den letzten Jahren oft ein Politikum, ein Zankapfel der Parteienpolitik, ein juristisches Problem, ein wirtschaftlicher Faktor, ein werbewirksames Aushängeschild, ein kostenintensiver Luxus. Der "Jazz Lev", der stürmische Zeiten hinter sich hat, hat allen Grund zum Feiern. Und er kann sich zurückbesinnen, was Jazz eigentlich ist: Musik.

Henning Hoff
 

Freitag,
25.6.93

 
topos*
 
Einlaß: 19.30 Uhr
Beginn: 21.00 Uhr
Side By Side
Achim Schütz (g), Axel Schütz (b). Stefan Drechsler (dr), Oliver Strahl (synth, voc), Antony Clement (perc, voc), Werner Weimar (voc), Eike Drucks (sax)
 
Eintritt zu allen Veranstaltungen frei
* Wegen des begrenztem Platzangebotes im topos bevorzugter Einlaß für Jazz-Club Mitglieder.
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